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Angst vor Ablehnung

- Verletzte Gefühle führen zu Angst vor Ablehnung  - Ursache und Wirkung -


Angst ist ein Gefühl, das sich in vielerlei Gestalt äußeren kann. Sehr häufig ist die Angst vor Ablehnung verbreitet. Wo kommt sie her? Welche Folgen können daraus entstehen, und wie kann man sich davon befreien?

Ursprung der Angst vor Ablehnung
In den ersten 7 Lebensjahren werden von den meisten Menschen drei zentrale Einstellungen gelernt:
- Ich werde nur akzeptiert, wenn ich lieb bin.
- Ich bin nur liebenswert, wenn ich lieb bin.
- Ich werde nur akzeptiert, wenn ich eine gute Leistung erbringe.

Grund
Kinder sind völlig abhängig von der Zuwendung und Fürsorge der Eltern. Ohne sie können sie nicht überleben. Ablehnung durch Blick, Wort und Tat wird als ein im Stich-Gelassen- und Verstoßen-Werden empfunden.

Wirkung
Verlust von Grundvertrauen, was zu Angst vor Ablehnung und Verstoßenwerden führt. Gelingt es den Eltern nicht, dem Kind zu vermitteln, dass ihr ablehnendes Verhalten sich nur auf das momentane charakterliche Fehlverhalten des Kindes bezieht und nichts mit Lieben oder Nichtlieben zu tun hat, oder sind die Ablehnungserfahrungen enorm groß, kann dies zu einer problematischen Steigerung des Angstempfindens führen.

Fehlentwicklung
Grundsätzlich strahlt ein jeder Mensch nach außen ab, was er in sich trägt, das sich mit dem, was er ausstrahlt auf geistiger Ebene verbindet (Gesetz der Anziehung). Wird nun das vorherrschende Angstgefühl ‚Ablehnung‘ ausgestrahlt, zieht es das auf geistiger Ebene korrespondierende Gefühl, man kann auch sagen, den Angst-Ablehnungs-Geist an. Es entsteht eine Wechselwirkung, wobei der Ablehnungsgeist dafür sorgt, dass der Betroffene Erlebnisse bekommt, die immer wieder dieses Ablehnungs-Angstgefühl und damit auch ihn nähren, steigende Macht einräumen. Schafft es der Betroffene nicht, sich davon zu befreien, wird das Angstgefühl ‚Ablehnung‘ größer und größer (Gesetz der Entwicklung). Er wird ein Knecht dieses Ablehnungs-Angst-Geistes, „denn von wem jemand überwunden ist, des Knecht ist er geworden“ (2.Pt 2,19).
Irgendwann traut sich der Betroffene aus Angst, bei Anderen in Ungnade zu fallen und nicht gemocht zu werden, z.B. nicht mehr, sich mit Anderen zu unterhalten, seine Meinung zu sagen, vor einer Gruppe zu sprechen, im Mittelpunkt zu stehen, seinen Kindern etwas zu verbieten, usw. Die Angst vor Ablehnung kann sich derart steigern, dass der Betroffene alles tut um sie zu vermeiden, dafür sogar seine ganze Selbstachtung aufgibt. Er fühlt sich stets verpflichtet das zu tun, was die Anderen von ihm erwarten, steckt stets zurück. Er ist davon überzeugt, nur auf diese Art und Weise Ablehnung vermeiden, und Liebe und Anerkennung erhalten zu können. Er passt sich seinen Mitmenschen ständig an und ignoriert dabei, dass er sich gerade dadurch schon wieder Ablehnung einhandeln kann. Er übersieht, dass es schon allein aufgrund der Unterschiedlichkeit von Neigungen unmöglich ist von allen geliebt zu werden. Und je wertloser er sich fühlt, umso mehr hat er Angst vor Ablehnung und verlangt nach der Anerkennung durch Andere. Die Anerkennung durch Andere wird der Gradmesser für den eigenen Wert.
Wer der Anerkennung und Liebe durch Andere hinterherjagt, tappt in eine von ihm selbst aufgestellte Falle, denn von anderen geliebt zu werden, sagt nichts über die eigene Person  aus, sondern nur über die Meinung dessen, der einen mag oder eben auch nicht. Außerdem kann der, der einen mag, ihn im nächsten Augenblick schon nicht mehr mögen. Was macht dann der Betroffene? Ist er dann auf einmal wieder wertlos? Eine Ablehnung sagt also nichts über den der abgelehnt wird aus, sondern nur über den der ablehnt, weil dessen Meinung etwas über seinen Erwartungen, Vorstellungen und Vorlieben aussagt.
Konsequenz der Fehlentwicklung: physische und psychische Erkrankungen, die bis zum Tod führen können.

Befreiung  Verwandle deine Angst in Liebe
- Lerne dich anzunehmen und es ist dir egal, wie andere über dich denken (Selbstannahme).
Als erstes ist es wichtig zu lernen, sich nicht länger von der Meinung Anderer abhängig zu machen. Dafür muss am Bild über sich selbst gearbeitet werden. Solange man schlecht über sich denkt und sich nicht leiden kann, sich für jede Schwäche kritisiert, solange herrscht die Angst vor, von Anderen nicht gemocht zu werden. So wie man von sich denkt, so glaubt man, dass auch Andere von einem denken. Daher ist es wichtig, sich anzunehmen wie man ist - sowohl mit seinen Vorzügen wie auch mit seinen Fehlern und Mängeln -. Erst dann, wenn man sich für liebenswert erachtet, ist es nicht mehr von großer Wichtigkeit wie Andere über einen denken. Erst wenn man nicht mehr krampfhaft nach Bestätigung und Anerkennung heischt, steht man zu sich selbst und ist sich selber etwas wert (Selbstwertgefühl).

- Versöhne dich mit deiner Vergangenheit (Vergebung).
Wer mit sich selbst im Argen liegt, mit sich, der Welt und Gott hadert und sich selbst bemitleidet, aus erlittenen Verletzungen eine Angst vor möglichen Verletzungen entwickelt, verschließt sich. Statt sich für die Liebe zu öffnen, zieht er sich in sich selbst zurück. Nur indem man seine Vergangenheit annimmt und alles Geschehene den Verursachern und auch sich selbst vergibt, wird es möglich, sich selbst anzunehmen, sich selbst etwas wert zu sein.

- Binde dich dem Strom der wahren Liebe an (Gott, der die Liebe Selbst ist (1.Jh 4,16)).
Nur über die Gottesliebe ist eine Befreiung aus der Angst (Angehör Satans) möglich. „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe“ (1.Jh 4,18).
Wer sich der reinen Liebe durch Haltung der Gottesgebote untertan macht, unterwirft sich ebenfalls einem Gesetz der Entwicklung, das ihn aber nicht knechtet, sondern aus dem Joch Satans befreit und zur Freiheit führt, die allein in der reinen Liebe - in Gott - liegt. „Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (2.Kor 3,17). „Das Gesetz des Geistes [Liebe], der da lebendig macht in Christo Jesu, macht frei von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (Rö 8,2).

Gefahren meiden
Wem es gelungen ist, sich selbst anzunehmen unterliegt noch der Gefahr, in eine rein egoistische Selbstliebe zu verfallen, d.h. dass er nunmehr nur noch an sich selbst denkt und die Bedürfnisse der Anderen außer Acht lässt, wodurch eine Überbewertung der eigenen Person entsteht, die sich in Stolz und Überheblichkeit äußert. In diesem Fall hätte sich der Betroffene von der „Opferrolle“ (sich für Liebe und Anerkennung den Anderen anpassen und unterwerfen) in die „Täterrolle“ (den Anderen verachten oder ihn für Liebe und Anerkennung unterdrücken) hineinbegeben, wäre von einem negativen Pol in einen anderen negativen Pol hineingeraten ohne sich letztendlich vom Ursprung der Angst losgelöst zu haben.
Befreiung erfolgt nur durch die reine, wahre Liebe. Diese Liebe beinhaltet zwar auch ein gesundes Maß an Selbstliebe, aber sie achtet ebenfalls die Bedürfnisse der Anderen  und leitet an, in aller Demut, Geduld und Erbarmung für die Mitmenschen das zu tun, was sie benötigen.
Da, wo wahre Liebe ist, ist Freiheit und Geborgenheit. Und da Gott die wahre und reine Liebe Selbst ist, kann man sich nur durch den Glauben und das Vertrauen auf Ihn von den Fesseln der Angst befreien.
Ein jeder Mensch ist von Gott geliebt und angenommen - wer das annimmt und daran festhält, benötigt nicht mehr die Anerkennung Anderer und kann sich von allen Abhängigkeiten dieser Welt lösen. Und richtet er sein Leben nach den göttlichen Liebegeboten aus, wird er auf den Wegen des Lichtes und des Lebens wandeln, wie Jesus es Selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Jh 8,12).







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