Besessenheit - Psychologische Beratung und christliche Lebenshilfe - Christlich-psychologische Beratung

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Fremdeinflüsse und Befreiung

Fremdeinflüsse
Unter Fremdeinflüssen werden alle geistigen Einflüsse von außen bzw. innen auf Menschen, Tiere, Pflanzen und alle Materie verstanden. Die durch geistige Wesen bei Menschen erfolgende bewusste oder unbewusste Einwirkung auf das Fühlen, Denken, Wollen und Handeln geschieht kurzfristig oder länger anhaltend auf einzelne Persönlichkeitsteile oder aber auch die ganze Person.
Das Einwirken hat zur Folge, dass der Betroffene mehr oder weniger deutlich einen Antrieb spürt, der sein Fühlen, Wollen und Handeln überlagert. Dies kann zur Verstärkung eigener Impulse führen oder sich als gegensätzlicher Antrieb äußern, was zu inneren Konflikten führt, schlimmstenfalls den eigenen Willen vollkommen ausschaltet.

Fremdeinflüsse können sich äußern in externer (von außen kommender) Beeinflussung wie Umsessenheit und Spuk oder Magie seitens diesseitiger oder jenseitiger Magier, Hexen und Zauberer mit Hilfe von okkulten Mitteln. Sie können auch von innen wirken, so bei Besetzung und Besessenheit durch Geistwesen.

Schutz  und Hilfe
Wer spürt, dass er selbst oder jemand Nahestehender negativen Fremdeinflüssen ausgesetzt ist, sollte sich täglich mehrmals im Gebet an Jesus Christus wenden und Ihn um Schutz und Wegnahme der wirkenden Geistwesen bitten. Der werktätige Dank hierfür sollte sich in Einhaltung der Gottesgebote äußern, d.h. Behandlung seiner Mitmenschen in der Art und Weise, wie man selbst von ihnen behandelt sein möchte.

Gottesliebe ist der beste Schutz gegen Fremdeinflüsse. Gott lieben heißt, Ihn als einzigen und wahren Gott und Schöpfer alles Seins anzuerkennen und als göttlichen Vater mehr als alles andere zu lieben, keine anderen Menschen oder Dinge neben Ihm anzubeten oder zu verehren; anzuerkennen, dass Er als Mensch in Jesus Christus auf die Erde kam und uns Seine Ordnung lehrte, ihre Richtigkeit durch Zeichen und Wunder bestätigte und zur Beglaubigung ihrer Echtheit den Kreuzestod auf sich nahm.
Wer sich hieran hält und keine Abgötterei betreibt, erhält Schutz und Hilfe von Jesus Christus. Wer sich jedoch gottwidrigen Geistwesen zuwendet und damit ihren Anführer Satan zu seinem Herrn macht, wird auch in seiner Not keinen Schutz und keine Hilfe von Jesus Christus erwarten können.

Widerstand besetzender Geister
Negative Geister lassen sich nur ungern vertreiben. Sie wirken auf das Fühlen, Denken, Wollen und Handeln des Betroffenen ein und täuschen ihn und sein Umfeld, so dass ihre Existenz oftmals überhaupt nicht oder nur sehr schwer erkannt und akzeptiert wird. Ist diese Hürde überwunden, so streuen sie Zweifel über die Befreiungsmöglichkeit durch Jesus Christus, schüren Ängste und verursachen Abwehrgefühle vor denen, die ihm im Namen Jesu Christi helfen wollen und können. Immer wieder gibt es ein fluchtartiges Fortlaufen, was jedoch i.d.R. nicht aus dem Betroffenen selbst heraus geschieht, sondern eine Abwehrstrategie des Besetzers ist. Um gegen dessen Widerstand anzugehen, sollte Jesus Christus immer wieder um Schutz, Beistand und Nichtzulassung beabsichtigter Störmanöver gebeten werden.

Zwang und Sucht
Wenn sich vorhandene Charaktereigenschaften eines Menschen fehlentwickeln, so zieht dieser Mensch oftmals erdgebundene Verstorbene mit der gleichen fehlentwickelten Charaktereigenschaft an, die sie durch unmerkliches Einwirken zunächst verstärken. Wird dieser Fehlentwicklung nicht Einhalt geboten, so bekommt sie mit der Zeit einen zwangs- und/oder suchtartigen Charakter. Manchmal wirken dabei auch Dämonen mit, die Zwang und Sucht zu entwickeln helfen, sie verstärken. Wird dem Betroffenen sein Zwang bzw. seine Sucht bewusst und will er sich davon losmachen, kommt es zu den sogenannten Entzugserscheinungen, die letztendlich ein Quälen seitens der Fremdbeeinflussenden sind, da diese den Zwangshandelnden bzw. Süchtigen zur Fortführung seines Fehlverhaltens zwingen wollen, um über ihn ihre eigene Sucht nähren zu können.
Charakterliche Fehlentwicklungen entstehen immer aus einem Zuwiderhandeln gegen Gottes Ordnung. Wer davon eine dauerhafte Befreiung erlangen möchte, muss, wie oben beschrieben, sein Verhalten ändern und sein Leben nach Gottes Willen ausrichten.

Exorzismus
Höllische Geister, die einen Menschen beeinflussen, lassen sich nur schwer vertreiben. Ihnen kann daher ausschließlich nur in Vollmacht und im Auftrag und mit der Macht und Kraft Jesus Christus entgegengetreten werden. Und da nur derjenige, der Jesus Christus als Gott und seinen Herrn anerkennt und nach seiner Lehre werktätig lebt, die Vollmacht und Macht erhält, in Seinem Namen arge und höllische Geister aus der Umgebung oder dem Körper eines Betroffenen zu vertreiben, sollten derartige Austreibungen auch nur von solchen stark nach dem christlichen Glauben lebenden Personen, die hierfür von Jesus Christus ausdrücklich bevollmächtigt sind, vorgenommen werden.
In allen anderen Fällen sollte man sich an Jesus Christus wenden, Ihn um Befreiung von den bösen Geistern bitten und Ihm die Angelegenheit in die Hände legen mit dem Vertrauen, dass Er alles so richten wird, wie Er es für das Beste hält.

Vorsicht!: Da bei Exorzismus Betreibenden zur Dämonenaustreibung oftmals zusätzliche Kraftquellen bzw. rituelle oder magische Gegenstände als Vertreibungsmittel eingesetzt werden, sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen: Wer in Vollmacht und mit der Macht und Kraft Jesus Christus in Verbundenheit mit Ihm einen Geist vertreiben will, benötigt keinerlei weiterer zusätzlicher Kräfte oder ritueller Gegenstände. Ein Befehl in Jesu Christi Namen genügt! Wer irgendwelche zusätzlichen Mittel einsetzt, legt die Befreiung nicht vollständig in Jesus Hände („nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“), sondern will den bösen Geist mit seinem eigenen Willen zum Weichen bringen. Selbst wenn dies gelingt, liegt dennoch nicht Gottes Segen darauf, Exorzist und Befreiter sind der sehr großen Gefahr ausgesetzt, von neuen und stärkeren bösen Geistern besetzt zu werden.
Ganz besonders gewarnt sei an dieser Stelle vor Befreiungen mit Hilfe magischer, schamanistischer und hexischer Praktiken, da damit der vorhandene Höllengeist durch einen stärkeren Höllengeist ausgetrieben wird, der in der Folge noch schlimmeren Einfluss ausüben wird als es der schwächere Vorgänger tat.

Hinweis aufgrund häufiger Nachfragen: Ich nehme keine Austreibungen vor und kenne auch niemanden, der welche vornimmt.


Frei bleiben
Für eine dauerhafte Befreiung ist Beten und Fasten notwendig, denn Befreiung kann nur stattfinden, wenn der Betroffene
- den ernstlichen Wunsch dazu hat,
- sich an Jesus Christus um Hilfe wendet,
- sein falsches Handeln (Sündigen) unverzüglich einstellt und
- sein Leben nach den Geboten Gottes ausrichtet (Mt 17,21; Mk 9,29; Jh 5,14 + 8,11).

Ein nur halbherziges oder langsames Reduzieren falscher Verhaltensweisen führt erfahrungsgemäß zu keinem langfristigen Erfolg, da durch Nachgiebigkeit die Macht des besetzenden Geistes immer wieder gestärkt wird und er keinen Anlass zum Weichen sieht, weil er weiß, dass der Besetzte aufgrund von Nachlässigkeit immer wieder - meistens irgendwann dann sogar verstärkt - in sein altes Verhaltensmuster zurückfällt. Eingedrungene Geister geben ihr Opfer niemals freiwillig her. Sie suchen ihre Machtstellung mit physischen und psychischen Qualen, die sich in Entzugserscheinungen und Ängsten kundgeben, zu behaupten.

Wer bleibend von einer Fremdbeeinflussung frei werden möchte, sollte zunächst nach seinem zur Fremdbeeinflussung führenden fehlerhaften Verhalten (Sündigen im Denken, Wollen und Handeln) suchen, die erkannten Sünden Gott beichten und bereuen, an wem er gefehlt hat um Vergebung bitten und soweit wie möglich seine Verfehlungen wieder gutmachen. Er sollte auch Vergebung an denen üben, die ihm Unrecht zugefügt haben und den ernsthaften Vorsatz fassen, in Zukunft nach den göttlichen Liebe-Geboten zu leben und dies in seinem täglichen Leben auch umsetzen.

Den ihn beeinflussenden schlechten Geistern sollte er in Gedanken und Worten im Namen Jesus Christus gebieten zu weichen und verbieten, weiterhin auf ihn einzuwirken. Ihren Einschüchterungsversuchen durch Angsteinflößung und körperlichen Qualen (Entzugserscheinungen) sollte er energisch entgegentreten; im Fall eines beginnenden Schwachwerdens hinsichtlich vorliegender Zwänge und Süchte sich sofort an Jesus Christus wenden, Seine Hilfe erbeten und sich unter seinen Schutz stellen. Nur durch einen festen Willen, konsequentes Beharren, Durchhalten, und Anbindung an Jesus Christus kann eine sichere und dauerhafte Befreiung mit Schutz vor Rückfällen und neuen Besetzungen erfolgen.
Als sehr wirksam hat sich auch ein Vertiefen in das Wort Gottes erwiesen. Durch das Lesen und Beschäftigen mit der Bibel wendet sich der Mensch dem Göttlichen zu, was schlechten Geistern zuwider ist und sie sich, wenn Stör- und Ablenkungsversuche nicht fruchten, entfernen.







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