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Besessenheit

Was ist unter Besessenheit zu verstehen?

Der Mensch besteht nicht nur aus einem Körper, sondern auch einer in ihm wohnenden Seele, die beim Sterbevorgang ihr bisheriges ‚Wohnhaus', den Körper, verlässt, und sich in einer feinstofflichen Ebene, dem sogenannten Geisterreich wiederfindet, was sowohl die Thanatologie (Todeserforschung), spiritistisch orientierte Parapsychologie, Propheten und Vertreter aller Religionen seit jeher bestätigen.

Seelen, die während ihres Erdenlebens werktätig nach den Geboten Gottes lebten und dadurch eine fortgeschrittene seelisch-geistige Reife erlangten, gelangen in einen höheren feinstofflichen Aufenthaltsort. Seelen, die während ihres Erdenlebens entgegen der göttlichen Ordnung sehr weltlich bzw. materiell gelebt haben und nach keiner Vergeistigung strebten, bleiben in der an die Materie gebundenen Atmosphäre haften. Nach dem Ablegen ihres Leibes finden sie sich im Jenseits nicht zurecht und suchen aufgrund ihrer Unwissenheit und in ihrer Not und Orientierungslosigkeit oftmals Hilfe bei Menschen auf der Erde. Auch kommt es vor, dass Verstorbene, die sehr an Hinterbliebenen oder irdischen Verhältnissen hängen, sich weiterhin (nach dem Gesetz der Anziehung) dort aufhalten. Oder aber Hinterbliebene ziehen durch häufige Gedanken oder intensive Trauergefühle Verstorbene an, die sie dann umgeben, was unter bestimmten Voraussetzungen auch zu einer Besitzergreifung (Besessenheit) führen kann.

Verstorbene können durch positive oder negative Gespräche oder Gedanken erreicht und bei entsprechender Intensität herangezogen werden. Und so können auch Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse, Süchte, Leidenschaften etc. Lebende mit Verstorbenen verbinden, wobei sie je nach der vorherrschenden Anziehungskraft (ähnlichen Gesinnung und Veranlagung) ohne ihr Wissen in den Körper solcher Menschen gelangen können. Weiter gibt es Verstorbene, die in der erdgebundenen Atmosphäre verbleiben, um auch fernerhin ihren weltlichen Gelüsten und Süchten nachzugehen und versuchen, sich eines anderen, lebenden Körpers zu bemächtigen, um sich diesen für ihre Zwecke dienstbar zu machen. Sind die Verstorbenen boshaft oder wollen sich für etwas rächen, können sie unter hierfür geeigneten Voraussetzungen Menschen besetzen und beherrschen.

Wenn erdgebundene Seelen (Verstorbene, die in der an die Materie gebundene Atmosphäre verhaftet bleiben) sich einen neuen Körper als Wohnhaus anzueignen suchen, versuchen sie, mit ihrem Denken, Fühlen und Wollen das Denken, Fühlen und Wollen des von ihnen in Besitz nehmen wollenden Menschen mehr oder weniger stark zu überlagern und die körpereigene Seele des betroffenen Menschen zurück- bzw. möglichst ganz heraus zu drängen, was letztendlich zu einem schrecklichen Kampf zweier Seelen um einen materiellen Körper führt.

Besessenheit kann auch durch niedere und dämonische Geistwesen erfolgen, die noch nicht auf der Erde inkarniert waren. Bei ihnen gilt ebenfalls das vorherrschende Anziehungsprinzip, hier in Form von schlechten Eigenschaften wie z.B. Wut, Hass, Neid…


Wie entsteht Besessenheit?

Die Seele eines Verstorbenen oder niederen Geistwesens kann in den Körper eines Lebenden eindringen, wenn dessen natürliche Lebenskraft im physischen oder psychischen Bereich geschwächt ist und andrängenden Geistern nur geringer Widerstand geleistet wird. So können unmoralisches Verhalten, Erschöpfungszustände, Krankheit, traumatische Erlebnisse, Schock, Alkohol- und Drogensucht etc. ein Öffnen für Fremdeinflüsse bewirken. Am anfälligsten für Besessenheit sind unsittlich lebende Menschen. Durch ihren unsauberen Lebenswandel öffnen sie einen Kanal, über den sie vor allem mit der in ihnen vorherrschenden Unsitte korrespondierende Geister anziehen.

Besessenheit kann nur dann erfolgen, wenn den Besitz ergreifen wollenden Wesen Zutritt gewährt wird, worauf die geschwächte Seele zuvor durch entsprechende Einflüsterungen vorbereitet wird.

Es gibt verschiedene Formen und Grade von Besessenheit, die Besitzergreifer haben die unterschiedlichsten Absichten, manche sogar gute Zielrichtungen. Letztendlich richten sie jedoch alle Schaden an, da es hierbei zu einer Spaltung des Denkens, Unausgeglichenheit und Verlust der Selbstbeherrschung kommt. Ein besessener Mensch verliert allmählich seinen eigenen Willen und wird ein Opfer des Besitzergreifers.

Besessenheit kann sich in den unterschiedlichen Auswirkungen zeigen und bis zur vollständigen Beherrschung der besetzten Seele reichen, so dass der Besessene nur noch das in ihm wohnende fremde Geistwesen zum Ausdruck bringt.


Wie kann ich besitzergreifende Geister erkennen und vertreiben?

Als immer wiederkehrende und damit typische Anzeichen für ein mögliches Besessensein hat sich folgendes herauskristallisiert:
- niedriges Energieniveau, das überhaupt erst ein Öffnen/Bereitsein für Besitzergreifung ermöglicht
- Charakter-, Persönlichkeitsveränderungen
- Veränderungen im Aussehen
- Wechseln des Augenausdrucks (kann z.B. auf einmal sehr bösartig werden), manchmal auch der Farbe eines oder beider Augen
- extreme Stimmungsschwankungen
- Hören von einer oder mehreren Stimmen in sich
- Gedächtnisprobleme, vor allem ‚Aussetzer‘ im Bewusstsein
- Konzentrationsprobleme/Gedächtnisverlust
- plötzliches Auftreten von Angst oder Depression
- plötzliches Auftreten körperlicher Probleme ohne ersichtlichen Grund
- paranoid-halluzinatorische Form der Schizophrenie, in der man das Bewusstsein von Dämonen gesteuert sieht
- Tourette-Syndrom mit seinen drastischen Erscheinungen. Hier haben sonst unauffällige Personen urplötzlich auffallende Tics und
  können sehr obszön, beleidigend und entwerten werden
- Hysterie und hysterische Neurose, insbesondere in ihrem ausgeprägterem Bild, also mit Zuckungen, Krämpfen, möglicherweise
 auch mit alternierender Persönlichkeit (Persönlichkeitswechsel oder -veränderungen).

Wer einen sittlichen Lebenswandel führt und ein reines und gläubiges Herz hat, ist am besten vor einer Besessenheit geschützt. Er hat i.d.R. eine so starke Seele, dass sie eindringende fremde Geistwesen leicht erkennen und vertreiben kann, die sich für ihn allenfalls in Unruhe und Unwohlsein, Widersprüchlichkeiten zum gewohnten Denken und Wollen oder als eine allgemeine Schwächung zu erkennen geben.

Bei einem Menschen, der die göttliche Ordnung verlassen hat d.h. durch Sündigen übertritt, können sich gleichgesinnte und von dem Betroffenen angezogene Geistwesen bei fehlendem Gebet um Schutz und ungenügender Gegenwehr dann leicht in seinem menschlichen Körper einnisten. Der eindringende Geist überträgt dabei seine Gedanken, Bedürfnisse, Vorlieben, Süchte und Gefühle auf den Menschen und beeinflusst die Organfunktion. Umgekehrt wirken dabei aber auch die menschlichen Gedanken, Bedürfnisse, Vorlieben etc. auf den eingedrungenen Geist.

Oftmals ist sich ein unwissender Geist gar nicht bewusst, dass er den Körper eines Menschen besetzt. Er empfindet eher das Gegenteil, nämlich dass er von jemanden besetzt sei und möchte diesen irgendwie wieder los werden. Das kann soweit führen, dass er ihn verletzt, d.h. zu auto-aggressiven bzw. selbstverletztenden Verhalten (SVV) veranlasst. Wichtig ist hier, dass sich der Besetzte nach Kräften mit seinem Willen dagegen wehrt, am besten, indem er Jesus Christus um Hilfe beim Kampf gegen solche Impulse und Bedrängnisse bittet. Als hilfreich hat sich daneben auch beim Auftreten dieses Handlungsdrangs erwiesen, zu sich selbst zu sprechen: „Ich will und werde mich nicht verletzten. Ich will und werde Herr über mich bleiben" und sich mit anderen ablenkenden Dingen zu beschäftigen und/oder in der Bibel zu lesen, aus der man auch ruhig laut dem innewohnenden Geist vorlesen kann.

Wer an sich selbst feststellt, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist, dass in ihm etwas ist was ihn zu Handlungen veranlassen will, die er nicht möchte und nicht seine eigenen sind, so kann er die Kommunikation mit dem in ihm befindlichen Geist aufnehmen und ihn darüber aufklären, dass er nicht mehr dem Leib nach lebt sondern sich in der jenseitigen - feinstofflicheren - Welt als Geist befindet. Da sich in einem Menschen festsetzende unwissende Geister in diesem selbst oftmals gefangen vorkommen, sollte ihnen der Weg zur Freiheit, Licht und Höherentwicklung im Geisterreich aufgezeigt und aufgefordert werden, den Besetzten zu verlassen. Dazu sollte Jesus Christus gebeten werden, seine Helfer zu schicken um den vorhandenen Geist zu empfangen um ihn an den Ort seiner Bestimmung zu bringen (s. Befreiung von Fremdeinflüssen), die mit der Überlagerung durch den besetzenden Geist zusammenhingen und die eigene Persönlichkeit kann sich wieder entfalten.


Austreibungen

Jede Heilung kann nur durch Gnade geschehen. Kein Mensch kann sich selbst erlösen, kein Mensch kann dem anderen aus pur eigener Macht helfen. Er steckt so tief in der Absonderung von Gott drin, dass nur eine demütige Selbstübergabe an Gott ihn wirklich befreien und die Umkehr schaffen kann, denn eine Befreiung aus der Gefangenschaft persönlicher oder fremder Mächte gibt es nur durch Jesus Christus ("Wer ist Jesus Christus?").

Austreibungen sollte nur derjenige vornehmen, der dazu von Jesus Christus ausdrücklich berufen ist. Angemaßte Vollmacht führt nur zu intensiveren Bedrohungen, da dies eine Herausforderung der Mächte darstellt. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass der besetzende Geist auf den Austreiber oder eine andere anwesende Person überspringt.

Zu beachten ist auch, dass eine Austreibung nicht die Schwäche des Besessenen beseitigt, so dass die Gefahr der Rückkehr des Besitzergreifers besteht oder aber ähnliche andere mit der Schwäche korrespondierende Geister anzieht.

Besessenheit zu besiegen ist sehr schwierig, da auch nach einer Besessenheit weiterhin die Tore für Eindringlinge lange Zeit offen stehen.

Nur das Eingehen einer Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus durch eine werktätige Nachfolge ist die Gewähr, dass der Befreite den nach der Austreibung an ihn herantretenden Anfechtungen nicht erliegt.

Wer sich von seiner Besessenheit befreien will, muss sein Leben ändern, und so gebot Jesus nach seinen Besessenheitsheilungen den Betroffenen stets (Joh 8,11; 5,14): „sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Ärgeres widerfahre", d.h. verstoße nicht länger gegen die geoffenbarte oder im Gewissen erkennbare göttliche Ordnung.


Schutz vor Besessenheit

Die beste Art sich vor den Gefahren einer Besessenheit zu schützen ist, ein werktätiges Leben nach der uns geoffenbarten Lehre Gottes zu leben.





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