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Drogen und ihre Auswirkungen

Während die Bibel von der Wirklichkeit einer Seele und ihrem Weiterleben nach dem leiblichen Tod zeugt, so bestreiten dennoch viele Ungläubige ihre Existenz. Gerade unter den Drogenkonsumenten herrscht die Meinung vor, es wäre sowieso alles egal, „wenn ich tot bin, ist eh alles aus". Sie übersehen dabei aber, dass selbst nach dem heutigen Wissenschaftsstand keinesfalls mehr das Bestehen einer Seele geleugnet wird, auch wenn hierzu die Auffassungen des christlichen Glaubens und die der Psychologie oftmals auseinandergehen.

Sigmund Freud ist Psychologe und Begründer der theoretischen und praktischen Psychoanalyse. Er legte den Grundstein für die intensive Forschung der menschlichen Psyche, wobei der Begriff Psyche gleichbedeutend mit dem der Seele ist. Ihm verdanken wir die umfassendste Theorie der Seele.
Für C.G. Jung stand das Selbst im Zentrum und Umfang der Psyche (Seele). Aufgrund ihrer Unsterblichkeit hat er daher auch theologische Aspekte in die Psychologie hineingetragen, während Alfred Adler sich mehr mit der sozialen Beschaffenheit des Seelenlebens auseinandersetzte.
In der modernen Psychologie wird mittlerweile auch die sogenannte spirituelle Psychologie angeboten, die die klassische psychologische Sichtweise um die ganzheitliche Sichtweise des Menschen, Seele - Körper - Verstand, erweitert und unter diesem Gesichtspunkt Heilung anbietet.

Der Konsum von Drogen führt nachgewiesenermaßen dem Körper und der Seele schwere Schäden zu.
Von Drogensucht bzw. Drogenabhängigkeit sprechen Experten, wenn jemand seelisch (psychisch) oder aber körperlich (physisch) und psychisch von einem Suchtmittel abhängig ist und dieses mehr oder weniger häufig konsumiert.
Mit Suchtmittel sind psychoaktive Substanzen gemeint, die das zentrale Nervensystem (ZNS) beeinflussen, also Rückenmark und Gehirn. Das unstillbare, starke Verlangen von Süchtigen nach einer bestimmten Droge nennen Mediziner "Craving".

Neben den legalen Drogen wie Alkohol, Nikotin und bestimmten Medikamenten, die zur Abhängigkeit führen können, erzeugen illegale Drogen wie z.B. Cannabis, Kokain, Heroin und Amphetamine sowohl eine psychische, als auch eine physische (körperliche) Abhängigkeit. Ecstasy galt lange als eine „harmlose Droge", da sie körperlich nicht abhängig mache. Doch können ihre Aus- bzw. Nebenwirkungen auf den Körper zum Tod führen; die durch sie herbeigeführte psychische Abhängigkeit und der Gewöhnungseffekt verlangen eine immer höhere Dosierung, so dass sie mittlerweile als idealer Einstieg für härtere Drogen gilt.
Psychoaktive Substanzen, die z.B. in Heroin, Cannabis und Ecstasy enthalten sind, gelangen über den Blutstrom ins Gehirn und lösen dort verschiedene Reaktionen aus, zum Beispiel die Ausschüttung der "Glückshormone" Serotonin und Dopamin. In der Folge können sich Stimmung, Wahrnehmung, Gefühlsempfindungen und das Denken verändern. Dabei gibt es aber auch Halluzinationen und sogenannte Horrortrips, die eine Psychose (schwere psychische Störung mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs) auslösen können, aber auch gekennzeichnet sind durch extreme Angst oder Panik, starke Erregung und eine wahnhaft veränderte, teils paranoide Wahrnehmung. Im Extremfall begehen Betroffene in diesem Zustand Suizid (Selbstmord) oder versuchen es zumindest.
Die Reaktionen des Körpers auf Cannabis & Co. können ganz unterschiedlich ausfallen. Viele Drogen lassen zum Beispiel Puls und Blutdruck ansteigen und erweitern die Pupillen. Heroin dagegen bewirkt das Gegenteil: Der Blutdruck sinkt und die Pupillen verengen sich bis auf die Größe eines Stecknadelkopfs. Weitere mögliche körperliche Reaktionen sind Gleichgewichts- und Orientierungs-probleme, trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Kältegefühl, Augenrötung, gesteigertes Hungergefühl und verminderte Alkoholempfindlichkeit (weiteres s.u. „Wie kann ich erkennen ob jemand Drogen nimmt?").
Bestimmte Substanzen wie Amphetamine, Ecstasy und andere Stimulanzien können zudem einen epileptischen Anfall auslösen und auch eine latente (versteckte) Epilepsie aktivieren.

Sobald die Wirkung einer Droge nachlässt, stellen sich oftmals Niedergeschlagenheit und Müdigkeit ein. Manche Konsumenten sinken dann in einen Dämmerschlaf, andere finden trotz Erschöpfung keinen Schlaf.

Bei den meisten Drogen führt der regelmäßige Konsum zu einer Toleranzentwicklung, das heißt: Um die gleiche Wirkung zu erzielen, sind immer größere Mengen an Suchtmitteln nötig. Die Psyche und meist auch der Körper werden immer stärker von der Droge abhängig.
Je nach Häufigkeit, Dauer und Art des Drogenkonsums kann es zu schweren Schäden an Leber, Nervensystem, Magen-Darm-Trakt, Herz und Bauchspeicheldrüse kommen. Die geistige Leistungsfähigkeit sinkt, Gehirnzellen werden zerstört, die Haut verändert sich und altert vorzeitig. Manchmal werden verborgene psychische Störungen ausgelöst; mentale Störungen können länger anhalten (zum Beispiel bis zu mehreren Wochen anhaltende Halluzinationen).
Die Langzeitfolgen von Cannabis, Heroin, Ecstasy & Co sind meist nur schwer rückgängig zu machen. Manche sind sogar irreversibel, das heißt, die Schäden bleiben zeitlebens bestehen, wie z.B. schwere Gehirnschädigungen.

Die nachfolgenden Informationen zu den verschiedenen Drogen wie auch Verhaltensaufrufe im Drogennotfall entspringen im wesentlichen der von verschiedenen Dipl. Sozialarbeitern in Zusammenarbeit mit der psychosozialen Beratungsstelle der Diakonie herausgegebenen Internet-Seite http://www.pille-palle.net/Pille-Palle/main.php, die ein weitergehendes und sehr umfangreiches Auskunfts-, Hilfs- und Austauschangebot beinhaltet.


Alcopops
Alcopops sind limonadehaltige Mix-Getränke, die mit Alkohol versetzt sind und unter Namen wie z.B. „Smirnoff Ice", „Lemon Frizz", „Bacardi Breezer" oder „Rigo" bekannt sind und i.d.R. mit einem Alkoholgehalt von ca. 5,5% angeboten werden. Man unterscheidet dabei
  • Alcopops mit den Hauptbestandteilen Bier und Limonade, womit der bittere Hopfengeschmack durch den fruchtigen, süßen Limonadegeschmack überdeckt wird
  • Limonaden, die sowohl mit Spirituosen (z.B. Wodka oder Rum) als auch mit Bier/Wein versetzt sind.

Ein gängiger branntweinhaltiger Alcopop (0,3 l) enthält ungefähr einen doppelten Schnaps, was einen prozentualen Anteil von     13-15 % des Getränkes ausmacht. Der fertige Getränke-Mix weist etwa 5,5 Vol % Alkohol auf, was mehr als einer ähnlich großen Flasche Bier entspricht. Durch Süßungsmittel und intensive künstliche Aromen wird der bittere Alkoholgeschmack überlagert. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb Alcopops vor allem bei Jugendlichen, speziell auch bei Mädchen, so gut ankommen. Selbst diejenigen, die wegen dem bitteren oder stark alkoholischen Geschmack sonst kaum andere Alkoholika trinken, finden in den unter-schiedlichen Variationen der Mix-Getränke ein sie ansprechendes Produkt. Zudem sind Alcopops in handliche Flaschen um die 0,3 Liter abgefüllt, die sich ideal für Partys und Tanzflächen eignen.

Risiken und Sucht
Auch wenn die Hersteller von Mixgetränken sich gegen diesen Eindruck zur Wehr setzen: Geschmack, Werbung und Optik von Alcopops spricht vor allem Jugendliche an. Das fruchtige Aroma der Getränke täuscht über den tatsächlichen Alkoholgehalt hinweg. Der hohe Zuckergehalt der Getränke, der den Alkoholgeschmack überdeckt, verleitet zum schnelleren Trinken, was das Risiko einer Überdosierung deutlich erhöht, da der hohe Zucker- und Kohlensäureanteil den Alkohol besonders leicht ins Blut gelangen lässt. Viele Jugendliche sehen in Alcopops in erster Linie ein mit Alkohol versetztes Fruchtsaftgetränk und kein rein alkoholisches Getränk. Dabei ist der Alkoholgehalt meist deutlich höher als bei einer Flasche Bier.

Nach dem Drogen- und Suchtbericht von 2003 hatte jeder Dritte 14- bis 15-Jährige schon einmal einen Vollrausch. Zwischen 2000 und 2002 ist die Zahl der wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelten Jugendlichen um 26 % auf fast 13 000 Fälle gestiegen. Über die Hälfte der Fälle waren im Jahr 2002 betrunkene Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren; insgesamt war jeder Dritte jünger als 15 Jahre.
Innerhalb von nur 5 Jahren hat sich der Absatz in der Altersgruppe der 14 bis 19jährigen versechsfacht. In der Gruppe der 14- bis 17jährigen gaben nach einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) 48% an, mindestens einmal im Monat solche Mixgetränke zu konsumieren. „Komasaufen ist in": Immer mehr Jugendliche trinken, bis der Arzt kommt. Aus den Daten des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass im Jahr 2009 knapp 26.000 junge Patienten in der Klinik ausnüchtern mussten, etwa 600 mehr als 2008.

Regelmäßiger Alkoholkonsum kann süchtig machen und schwere Krankheiten wie die Schädigung von Organen und des Nerven-systems auslösen. Es kann zu Schädigungen des Gehirns kommen. Bei jedem stärkeren Alkoholkonsum sterben Gehirnzellen ab.
Je früher sich ein regelmäßiger Alkoholkonsum bzw. Alkoholmissbrauch einstellt, umso höher ist das Risiko einer Suchtentwicklung und damit einer körperlichen und seelischen Abhängigkeit. Gerade Kinder und Jugendliche sind in diesem Lebensabschnitt besonders gefährdet, bei regelmäßigem Alkoholmissbrauch eine Sucht zu entwickeln. Das positiv erlebte Gefühl mit Alkohol führt zu dem Wunsch, dieses erneut zu erleben. Alkohol senkt aktuell die Hemmschwellen und ermöglicht vielen, leichter auf andere zuzugehen oder Schüchternheit und Unsicherheiten für einen Moment abzulegen - und das gerade in einer Lebensphase, in der es den meisten Jugendlichen schwer fällt, die eigenen körperlichen Veränderungen zu akzeptieren und sich auf den Eintritt ins Erwachsenenalter vorzubereiten.
Auf Dauer können sich psychische Probleme durch den Alkoholkonsum eher verstärken. Wird Alkohol zunehmend als Problemlöser eingesetzt oder um Hemmungen und Unsicherheiten zu bekämpfen, können Fähigkeiten zur Lösung der altersentsprechenden Entwicklungsaufgaben (Partnerschaft, Ausbildung/Beruf, Ablösung vom Elternhaus) nicht angemessen weiter entwickelt werden.


Ecstasy
Ecstasy ist ein Amphetaminderivat, sein Wirkstoff gehört zur Gruppe der Entaktogene, einem Stoff, der den Bewusstseinszustand verändert, emotional enthemmt, das Selbstbewusstsein steigert und Kommunikationsbarrieren beseitigt. Die Effekte können sowohl denen von Amphetaminen mit weck- und aufputschenden Auswirkungen gleichen wie auch denen der Halluzinogenen angehören, wodurch Sinnestäuschungen oder Wahrnehmungen ohne von außen hervorgerufenen Sinneseindruck ausgelöst werden. Es ähnelt in seiner Wirkung dem Adrenalin: weite Pupillen, extreme Wachheit, Pulsbeschleunigung, vertiefte Atmung. Auch wenn man davon ausgeht, dass Ecstasy körperlich nicht abhängig macht, so dürfen dabei jedoch nicht die Auswirkungen bis zu schwersten körper-lichen Schädigungen oder mögliche Todesfolge außer Betracht gelassen werden sowie die eintretende psychische Abhängigkeit. Wegen des Gewöhnungseffektes muss dabei ständig der Konsum gesteigert werden, um die gewünschte Wirkung zu erhalten, so dass Ecstasy mittlerweile als die perfekte Einstiegsdroge für härtere Drogen gilt.

Ecstasy wirkt aktivierend und tranceartig entspannend zugleich. Ein Faktor dabei ist die seelische und körperliche Verfassung des Konsumenten.
Wer gut "drauf" ist und konsumiert, fühlt sich in der Regel wach, angeregt, weniger gehemmt, ist aufgeschlossen und hat das Gefühl, alles intensiver („…die Welt in schöneren Farben…") zu erleben.
Befindet man sich dagegen in einer schlechten seelischen Verfassung kann es sein, dass die Droge einen "nach unten zieht" und bedrückte, schwermütige, also depressive Stimmungen auftreten oder bestehende sogar noch verstärkt werden.
Ecstasy verursacht meistens ein übersteigerndes Ich-Gefühl, Hemmungen werden ausgesetzt. Die Wirkungsdauer beträgt gewöhnlich 2-6 Stunden.

Der Körper kann folgende Reaktionen aufweisen:
Erhöhte Herzfrequenz, steigender Blutdruck, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, verkrampfte Kiefermuskulatur, Übelkeit.
Ecstasy besitzt ein hohes psychisches Abhängigkeitspotential, das ist ein zwanghaftes Verlangen, eine gewisse Droge fortgesetzt einzunehmen, um deren Beschaffung kreisendes Denken, Auftreten von Entzugserscheinungen psychischer Art (Schlafstörungen, Nervosität etc.) bei Nichteinnahme, soziale Folgeschäden, so dass ein inneres Gleichgewicht nur noch mit Hilfe der Droge erlangt werden kann.
Zudem erfolgt bei regelmäßigem Konsum eine Toleranzsteigerung, was bedeutet, dass man - um die gewünschte Wirkung zu erzielen - immer mehr Pillen schlucken muss, bis man die erhofften Effekte gar nicht mehr erreichen kann, und dann gewöhnlich auf härtere Drogen umsteigt oder diese zumindest in Abwechslung zu Ecstasy (Mischkonsum) einnimmt.

Risiken des akuten Konsums können sein:
  • Körpererhitzung: Unter der Ecstasy-Einwirkung ist der Körper nur eingeschränkt fähig, die Körpertemperatur zu regulieren und kann keine Warnsignale wie Erschöpfung und Durst senden. Eine Überhitzung kann tödlich enden.
  • Wasserverlust durch extremes Schwitzen
  • Depressionen: Zusätzlich zu einer traurigen und/oder reizbaren Stimmung treten Symptome auf wie die Veränderung des Appetits, der Schlafgewohnheiten (z.B. Einschlafstörungen, nächtliches Erwachen oder übermäßiger Schlaf), Interessenverlust, Erschöpfungszustände, Schuldgefühle und Selbstvorwürfe, Konzentrationsschwierigkeiten, Gefühle von Hoffnungslosigkeit bis hin zu Suizidgedanken.
  • Manische Depressionen: Bezeichnend hierfür ist ein häufiger Wechsel zwischen sogenannten manischen, das sind krankhaft heiteren und depressiven, also schwermütigen Gemütszuständen. Die Dauer der euphorischen und der depressiven Gemütslagen des Betroffenen kann variieren. Meist halten die depressiven Phasen jedoch länger an. Charakteristische Merkmale der depressiven Phasen sind: Rückzug, innere Leere und Erschöpfung. Dagegen sind die Merkmale der manischen Phasen: Überaktivität, extreme Redseligkeit, Unbekümmertheit, Vernachlässigung sozialer Normen oder subjektive Wahrnehmung eigener Größe und Macht.
  • Auslösung von Psychosen: Dabei handelt es sich um psychische Störungen mit tiefgreifendem Wandel der Realitätswahrnehmung, z.B. als akustische und optische Halluzinationen, des Denkens und des Erlebens, z.B. als Verfolgungswahn. Man unterscheidet die selteneren körperlich bedingten Formen von der sehr häufigen endogenen (anlagebedingten) Form, bei der keine erkennbare Ursache zu finden ist.
  • Gehirnschäden: Ecstasy-Konsum galt lange Zeit als relativ harmlos, doch mittlerweile steht fest, dass der Langzeitkonsum zu Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und zu irreparablen Gehirnschäden führt. Studien ergaben, dass bei 37 % der Ecstasy-Konsumenten ein "amnestisches Syndrom" diagnostiziert wurde. Dabei ist das Kurzzeitgedächtnis so stark gestört, dass von einer Beeinträchtigung der Alltagsbewältigung gesprochen werden kann. Betroffene erklärten, dass sie innerhalb kürzester Zeit vergessen, was sie sich für den nächstliegenden Tagesablauf vorgenommen haben. So nehmen sie sich z.B. beim Aufstehen vor, sich danach gleich zu waschen. Doch sind sie dann aufgestanden, haben sie diesen Vorsatz auch schon wieder vergessen.
  • Unvorhergesehene Wirkung durch Beimischung fremder und unbekannter Stoffe: Auch wenn sogenannte „Gütesiegel" auf den Ecstasy-Pillen aufgedruckt sind, sagt dies nichts zu deren tatsächlichem Inhalt aus. Oft werden weitere Stoffe beigemischt, deren Auswirkungen unabsehbar sind und daher die Gefahr des Drogennotfalls erhöhen.
  • Folgen von Mischkonsum: Mischkonsum heißt, dass Ecstasy zusammen mit Alkohol oder anderen Drogen konsumiert wird. Die dadurch hervorgerufene erhöhte Belastung für Körper und Psyche erhöht die Gefahr von Drogennotfällen. Die meisten Todesfälle durch Partydrogen sind auf Mischkonsum zurückzuführen.
- Ecstasy + Alkohol:
Ecstasy macht die Wirkung von Alkohol weniger spürbar, dies birgt die Gefahr einer Alkoholvergiftung. Alkohol wirkt zusätzlich dehydrierend, entzieht dem Körper Wasser, und kann zur Überhitzung führen, große Belastung der Niere mit der Gefahr des Nierenversagens.
- Ecstasy + Speed/Kokain:
Starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems, unkalkulierbare Verstärkung des aufputschenden Effektes, erhöhter Flüssigkeitsverlust, der zur Überhitzung führen kann, erhöhte Vergiftungsgefahr und erhöhtes Risiko der Überdosierung.
- Speed/Kokain + Alkohol:
Erhöhte Gewaltbereitschaft, erhöhte Bereitschaft zu sexueller Nötigung, große Belastung der Niere, Speed/Kokain macht die Wirkung von Alkohol weniger spürbar, dies birgt die Gefahr einer Alkoholvergiftung. Alkohol wirkt zusätzlich dehydrierend und kann zur Überhitzung führen.
- Ecstasy + LSD:
Stark verlängerte Wirkung von Ecstasy mit entsprechend vergrößerten Risiken.
- GHB (flüssiges Ecstasy) + Alkohol (oder andere zentral dämpfende Substanzen):
Gefährliche Verstärkung der atemhemmenden Wirkung, kann zu Atemlähmungen und Erstickungstod führen.

Risiken des chronischen Missbrauchs können sein:
  • Leberschäden bis hin zu Leberversagen
  • Tod durch Wasserverlust und Körperüberhitzung
  • Schädigung des Nervensystems
  • Eventuelles Eintreten von Flashbacks, das sind Nachräusche, die gelegentlich unvermittelt und ohne erkennbaren Anlass noch Tage oder Wochen nach dem Konsum eintreten können, ohne dass erneut rauscherzeugende Substanzen konsumiert wurden. Es wird davon ausgegangen, dass sich die jeweiligen Wirkstoffe im Fettgewebe absetzen und dann wieder ohne Vorwarnung lösen, was zu einer neuen Substanzwirkung führt, wobei psychologische Faktoren dabei sicher eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.   
  • Erhöhtes Risiko von irreparablen Gehirnschäden (s. oben).

Prinzipiell müssen Konsumenten daran denken, dass unter dem Begriff Ecstasy heutzutage alles mögliche an Rauschsubstanzen in Tablettenform gehandelt wird und diese Stoffe in irgendwelchen versteckten Labors hergestellt werden. Niemand kann wissen, welche Substanzen eine Pille enthält und welche Wirkungen und Spätfolgen entstehen können. Bereits wenige Pillen können irreparable Gehirnschäden (s. oben) hervorrufen oder Psychosen (s. weiter unten) auslösen.

Inhalts- bzw. Zusatzstoffe in Ecstasy:
Obwohl nach jüngsten Untersuchungen der prozentuale Anteil des Wirkstoffs MDMA in den meisten in Deutschland erhältlichen Ecstasy-Pillen deutlich höher ist als in den vergangenen Jahren, kann es vorkommen, dass diese mit verschiedenen anderen Substanzen gestreckt werden. In nachfolgender Liste werden die häufigsten Substanzen genannt, die sich zusätzlich in Ecstasy-Pillen finden können und die ihre eigenen charakteristischen Wirkungen und Risiken beinhalten.

Ketamim ist eigentlich ein Narkosemittel. Nach einer kurzen Benommenheit, die unter Umständen auch in eine Bewusstlosigkeit münden kann, folgen bis zu anderthalb Stunden Rausch. Ketamin bewirkt eine Trennung von Psyche und Körperempfinden. Eine Folge können Todesängste und Panikzustände sein.
Atropin findet sich als Wirkstoff in Pflanzen wie der Tollkirsche, dem Stechapfel oder anderen Nachtschattengewächsen. Die Wirkung ist ähnlich der von Ecstasy (MDMA), nur bleiben Euphorie und Glücksgefühle aus. In der Medizin wird Atropin vor allem in der Augenheilkunde eingesetzt, also rein äußerlich. Nebenwirkungen können sein: Kopfschmerzen, Seh- und Atemstörungen, Müdigkeit bis hin zu Halluzinationen (Wahrnehmungen, denen kein offensichtlicher Außenreiz zugrundeliegt, die aber dennoch als reale Sinneseindrücke angenommen werden), Herzrasen und Delirium (Bewusstseinsstörung).
Methamphetamin wirkt im wesentlichen wie Amphetamin, jedoch ist die Wirkungsdauer um einiges länger.
MDA wirkt ähnlich wie MDMA (Ecstasy), aber länger (bis zu 8 Stunden). Wenn die Anteile von MDA höher sind (ab ca. 50 mg) kommen Halluzinationen hinzu. Außerdem können unangenehme Nebenwirkungen auftreten wie Gleichgewichtsstörungen und Desorientierung. Mit einem höheren Anteil verlängert sich die Wirkungsdauer auf bis zu 12 Stunden. Nach einer Langzeitstudie mit Dauerkonsumenten wurde festgestellt, dass MDA verantwortlich sein kann für irreparable Gehirnschädigungen.
MDEA wirkt ähnlich wie MDMA. Der Rausch zieht sich im Vergleich nicht konstant durch, ist jedoch bei gleicher Dosierung stärker.
DOB ist ein psychisch stimulierendes Amphetamin mit stark halluzinogener und leicht aufputschender Wirkung. Die Wirkungsdauer ist extrem lang (bis zu 30 Stunden) und mit zunehmender Dosis immer schwerer vorauszusagen.
Strychnin ist ein Bestandteil, der in manchen Ecstasy-Pillen gefunden werden kann, aber auch als Streckmittel für Kokain und weitere Stoffe benutzt wird. Strychnin (wird auch als Rattengift verwendet) kann bereits in kleinsten Dosen Unruhe, Angst, Muskel-krämpfe und Muskellähmungen (im Gesicht und in den Beinen) und Atembeschwerden verursachen, die zum Atemstillstand und zum Tod führen können. Nach Einnahme von Strychnin muss sofort der Arzt aufgesucht werden.
PMA ist ein hochgiftiges und stark wirkendes Halluzinogen (Paramethoxy-Amphetamin). Oft Bestandteil von Ecstasy-Tabletten. PMA verursacht bei einer Überdosierung einen massiven Anstieg der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Ab einer länger anhaltenden Körpererhitzung auf 40°C können Gehirnfunktionen beeinträchtigt werden, bei einer noch höheren Temperatur kann es zu Bewusstlosigkeit kommen oder zu Koma und Organschäden. Unter Umständen können epileptische Krämpfe auftreten. Die Überdosierung von PMA führt immer wieder zu Fällen von Organversagen oder Tod. Bei Fällen von durch PMA verursachten Wirkungen deshalb sofort den Notarzt rufen. PMA zählt momentan zu den gefährlichsten Substanzen, die als Ecstasy verkauft werden!
2CB ist ein Halluzinogen, das aber eher stimulierend wirkt. Die Wirkung kann bis zu 6 Stunden anhalten. Allerdings ist 2CB ziemlich unberechenbar, da die Wirkung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist und von Hochgefühl über Verstimmung bis zu Übelkeit alles vorkommen kann.

Psychosen und Suchtkrankheiten treten häufig gemeinsam auf. Psychosen sind schwere geistige Störungen, die betroffene Personen in ihrer Realitätswahrnehmung, wie auch in ihrem Denken und Erleben beeinträchtigen. Eine Statistik besagt, dass in Deutschland bis zu einem Drittel aller an Schizophrenie Erkrankten auch alkoholkrank ist. Daneben ist bei einem Teil dieser betroffenen Personen die Erkrankung auf Drogenkonsum (v.a. Cannabis, Ecstasy, Kokain und Halluzinogene) zurückzuführen.
Die Schizophrenie ist die am häufigsten auftretende Psychose im Zusammenhang mit Suchtmittelkonsum. Hierin wird unterschieden zwischen einer zeitlich begrenzten Schizophrenie, die abhängig von Droge und Konsumverhalten ist und über Tage bis hin zu mehreren Wochen andauern kann, und der manifesten Schizophrenie, die episodisch mit dazwischenliegenden und unterschiedlich lang dauernden Ruhephasen verläuft. Diese Art der Schizophrenie kann chronisch verlaufen, was bedeutet, dass die Krankheit episodisch mit symptomfreien Intervallen auftreten oder zu bleibenden Einschränkungen des Denkens, Fühlens oder der Handlungs-fähigkeit der Betroffenen führen kann.

Symptome schizophrener Psychosen:
  • Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung, Gedankenentzug
  • Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, gestörte Wahrnehmung von Körperbewegungen oder Gedanken, Tätigkeiten oder Empfindungen
  • Wahnwahrnehmung
  • Kommentierende Stimmen, die über den Betroffenen oder sein Verhalten sprechen, über ihn sprechen oder aus verschiedenen Körperteilen zu kommen scheinen
  • Anhaltender, kulturell unangemessener oder völlig unrealistischer (bizarrer) Wahn, wie der, eine religiöse oder politische Persönlichkeit zu sein, übermenschliche Kräfte oder Fähigkeiten zu besitzen (z.B. im Kontakt mit Außerirdischen zu sein)
  • Anhaltender Wahn jeder Sinnesmodalität (Bestimmung des Denkens)
  • Erfindungsideen, Gedankenabrisse oder Einschiebung, Zerfahrenheit, Danebenreden
  • Katatone (krampfhafte) Symptome wie Erregung mit zusätzlichen Wahnvorstellungen, Trotzverhalten, Mutismus (psychischbedingte Stummheit); Stupor, worunter eine Erstarrung zu verstehen ist, ein Krankheitszustand mit Fehlen jeglicher psychischer und körperlicher Aktivität.
  • Apathie, was Gefühllosigkeit, Stumpfsinn, Teilnahmslosigkeit bedeutet.


Heroin
Heroin kann gesnieft, geraucht oder durch Erhitzung in verflüssigter Form intravenös injiziert werden. Aufgrund seines hohen Sucht-potentials und einer schnellen Gewöhnung stellen viele Konsumenten nach anfänglichem Sniefen und Rauchen auf intravenöse Injektion um, da von dieser Methode die stärkste Wirkung der Droge zu erwarten ist. Allerdings entwickelt sich bei regelmäßigem intravenösen Konsum die körperliche Toleranz weiter nach oben und der Konsument benötigt eine immer noch höhere Dosis, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
Die Wirkung hängt stark von der Zusammensetzung der im "Straßenheroin" enthaltenen Stoffe und dem daraus resultierenden Reinheitsgehalt ab. Die Verfassung des Konsumenten und die Konsumgewohnheiten spielen eine weitere große Rolle. Nach einer höheren Toleranzentwicklung lässt die Wirkung des Heroins stark nach und dient dem Konsumenten nur noch dazu, Entzugserscheinungen zu verhindern oder zu lindern.
Bei der intravenösen Injektion entsteht durch den plötzlichen Wirkungseintritt ein überwältigendes Euphoriegefühl, das als "flash" oder "kick" bezeichnet wird. Durch die im Anschluss aufkommende gleichgültige und verträumte Stimmung werden beim Konsumenten Schwierigkeiten und Konflikte ausgeblendet. Die Wirkung fällt nach 5-8 Stunden ab.

Psychische Wirkungen des Heroins:
  • augenblickliche überschwängliche Stimmung bzw. Hochstimmung
  • überwältigendes Wohlgefühl
  • Nachlassen von Konzentration, Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen
  • Versinken in Tagträume
  • enthemmtes Verhalten
  • Gefühl, über alltäglichen Problemen zu stehen

Körperliche Wirkungen des Heroins:
  • Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen
  • Beeinflussung der Darmfunktionen
  • sedierende Wirkung: beruhigend, schlaffördernd, angstreduzierend
  • analgetische Wirkung: verhindert bzw. dämpft das Empfangen von Schmerzimpulsen an den Rezeptoren im zentralen Nervensystem
  • atemdepressive Wirkung: Verlangsamung der Atemfrequenz und Abnahme des Atemvolumens bis hin zum Atemstillstand

Sucht und Abhängigkeit
Das Suchtpotential des Heroins ist außerordentlich hoch. Spätestens nach 1-2 Wochen Dauergebrauch führt der Heroinkonsum zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit. Das Verlangen nach Heroin wird als Zwang erlebt und die Kontrolle über das eigene Konsumverhalten geht schnell verloren.
Die Toleranzbildung führt zu einem immer höheren Bedarf nach der Droge. Bei regelmäßigem Missbrauch geht die Wirkung nach und nach verloren. Der Konsum dient nur noch der Kompensierung von Entzugserscheinungen, die mit folgenden Symptomen auftreten können:
Nach 8-12 Stunden: Unruhe, Reizbarkeit, Angst, Kreislaufstörungen, Muskelschmerzen, Tränenfluss, Schweißausbrüche, Sekretion der Nasenschleimhäute, Gähnen, Depressionen
Nach 12-48 Stunden: geweitete Pupillen, Frösteln, extreme Gänsehaut
Nach 2-3 Tagen: Ruhelosigkeit bis hin zu Todesangst, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Zittern, Muskelkrämpfe im Rücken und in den Gliedmaßen, schneller Puls, Bluthochdruck

Risiken des akuten Konsums können sein:
  • Vergiftung durch Strecksubstanzen
  • Überdosierung: Verflachung der Atmung bis hin zum Atemstillstand mit Todesfolge
  • Infektion (bei intravenöser Injektion): Durch das gemeinsame Verwenden von Spritzbestecken besteht ein besonderes Infektionsrisiko mit HIV und Hepatitis B/C. Außerdem führt die intravenöse Injektion von unreinen Stoffen zwangsläufig zu Abszessen
  • Auftreten von "Shakes" bei verunreinigtem Material (Wundstarrkrampf)

Risiken des chronischen Missbrauchs können sein:
  • Beim Sniefen: Schädigung der Nasenschleimhäute
  • Mangelernährungserscheinungen durch Missachtung körperlicher Bedürfnisse
  • Vernachlässigung der Körperpflege und Hygiene
  • Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Überwässerung der Lunge bis hin zu Lungenödem
  • körperlicher Verfall
  • Persönlichkeitszerfall bzw. Veränderung der Persönlichkeit
  • sozialer Abstieg
  • Beschaffungskriminalität und Prostitution
  • schwere Entzugserscheinungen

Bei Drogennotfällen sofort den Notarzt rufen. Es ist wichtig, bei der betreffenden Person zu bleiben. Den Arzt aufklären, wie es zu dem Notfall gekommen ist.


Cannabis
Cannabisprodukte sind Marihuana (Gras, Ganja), die getrockneten Blütenstände und Blätter der weiblichen Pflanze, sowie Haschisch (Dope, Shit, Piece), das zu Platten oder Klumpen gepresste Harz der Pflanze, das auf dem Schwarzmarkt in unterschiedlichem   Reinheitsgrad und ungleicher Qualität vorkommt (oft mit Stoffen wie Henna, Ölen und Sand gestreckt). Eine weitere Variante ist das Haschischöl (hochkonzentriert und selten erhältlich).

Konsumformen: Haschisch oder Marihuana werden mit Tabak vermischt zu Zigaretten gedreht (Joint), oder pur in einer speziellen Pfeife (Haschischpfeife, Bong) geraucht. Es kann auch in Kuchen oder in Kekse eingebacken, oder zum Beispiel in Milch aufgelöst als Kakao getrunken werden. Hier tritt die Wirkung erst nach ein bis zwei Stunden ein, ist allerdings sehr viel stärker als beim Rauchen und hält länger an (bis zu 10 Stunden!).

Wirkung: Die psychoaktive Wirksamkeit hängt von der THC-Konzentration ab, die stark variieren kann. Eine psychoaktive Dosis beginnt bei 15-20 mg THC. Unmittelbar während des Konsums stellt sich ein ausgeprägtes Wohlbefinden ein. Die Wirkung kann beim Rauchen schnell eintreten und hält zwischen einer und drei Stunden an. Der Konsument erlangt eine euphorische Stimmungs-änderung, die Wahrnehmung kann sich leicht verändern. Allerdings kann der Cannabis-Konsum aktuelle Stimmungen verstärken und deshalb dazu führen, dass sich der Konsument "down" fühlt.

Körperlich:
  • Erhöhter Puls und Herzschlag (Herzrasen)
  • trockener Mund
  • Rötung der Augen
  • Appetitssteigerung

Psychisch:
  • Entspannung, innere Ruhe und Ausgeglichenheit
  • Wohlbefinden und leichte Euphorie
  • erhöhte Kommunikationslust
  • Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses
  • phantasieanregend und Verstärkung von akustischen und visuellen Empfindungen und des Tastsinnes.

Je nach Dosis und Dauer des Konsums: Antriebslosigkeit und Teilnahmelosigkeit. Der momentane Gefühlszustand kann verstärkt werden, sowohl positiv wie auch negativ.
Cannabis kann psychisch und körperlich abhängig machen. Nicht wenige Konsumenten beklagen sich über körperliche Symptome wie Gliederschmerzen, Schlafstörungen etc. nachdem sie den Konsum eingestellt haben. Bei regelmäßigem Konsum macht sich eine Toleranzentwicklung bemerkbar. Das Umsteigen von Joints zu Rauchgeräten (Bong, Pfeife) ist ein Indiz dafür.

Risiken des akuten Gebrauchs können sein:
  • Durchhänger am nächsten Tag, Trägheit, geistige Fähigkeiten eingeschränkt
  • unkalkulierbare Risiken aufgrund der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe (Streckmittel) mit unbekanntem Wirkstoffgehalt
  • Angstzustände und Panikattacken
  • bei sehr hohen Dosierungen Wahnvorstellungen (Halluzinationen)
  • Orientierungslosigkeit

Risiken des chronischen Missbrauchs können sein:
  • depressive Verstimmungen
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit
  • wenn nicht schon vorhanden: Nikotinabhängigkeit bei Mischkonsum mit Tabak
  • besondere Belastung der Lunge und Atemwege durch giftige Strecksubstanzen (Lungenkrebs)
  • Begünstigung von psychischen Erkrankungen (z.B. Psychosen) bei vorhandener Veranlagung
  • Gefahr einer psychischen Abhängigkeit

Mit Hilfe von längeren Konsumpausen kann überprüft werden, ob bereits ein gewohnheitsmäßiger Gebrauch stattfindet, bzw. schon eine psychische Abhängigkeit vorhanden ist.


Kokain
Kokain wird meist gesnieft. Eine weniger angewandte Konsumform ist die der intravenösen Injektion. Gelegentlich wird Kokain mit Heroin vermischt (Speedball). Die rauchbare Form von Kokain ist Crack bzw. Freebase. Kokain hat eine aufputschende Wirkung. Es macht euphorisch und gibt das Gefühl, überaus dynamisch, kreativ und leistungsfähig zu sein. Hinzu kommt Appetitverlust und eine kurzfristige Förderung der Konzentrationsfähigkeit. Bereits in kleinen Dosen wirkt Kokain ausgesprochen stark.

Die gängigste Konsumform des Kokains ist das Schnupfen. Es kann aber auch gespritzt oder gegessen werden. Nach bestimmten chemischen Veränderungen ist es auch rauchbar (siehe Crack oder Freebase). Beim Konsum über die Nasenschleimhaut tritt die Wirkung schnell ein (nach ca. 3 Minuten) und hält etwa 15 bis 30 Minuten an.

Die Wirkungen:
  • Starke Erregung des zentralen Nervensystems
  • starker Bewegungs- und Rededrang (Überaktivität)
  • großes Wohlbefinden bis hin zur Euphorie
  • übersteigertes Kontaktbedürfnis
  • sexuelle Erregung
  • enthemmtes Verhalten

Sucht und Abhängigkeit
Kokain kann sehr schnell und stark psychisch abhängig machen. Nach dem ersten Hoch folgt eine depressive Stimmung. Erneuter Kokainkonsum, um die Stimmung wieder zu heben ist die Folge, aber das nächste Tief kommt bestimmt. Leicht gerät man in einen Strudel von Auf und Ab. Der Konsum kann so zwanghaft werden, dass er unweigerlich in die Abhängigkeit führt. Die Dosis muss nach und nach erhöht werden, damit die Wirkung dieselbe bleibt.

Risiken bei akutem Konsum können sein:
  • Extreme Angstzustände bis hin zur Psychose (Verfolgungswahn)
  • Halluzinationen
  • Herzrhythmusstörungen (Anstieg des Blutdrucks und Verengung der Blutgefäße, Herzinfarktrisiko)
  • Erschöpfungszustände

Risiken bei chronischem Konsum können sein:
  • Depressionen, Misstrauen, Verzweiflung und manische Überaktivität
  • Verdauungsstörungen
  • Veränderung der Persönlichkeit
  • Angst- und Wahnvorstellungen
  • Schlafstörungen
  • Impotenz
  • Abstumpfung der Gefühlswelt

Zu weiteren Drogen wie LSD, Crack etc.: http://www.pille-palle.net/Pille-Palle/main.php  




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